Methodik im Teilprojekt Kulturlandschaftsmanagement

Die ersten vier der insgesamt sechs Arbeitspakete in TP 6 setzen sich aus einem theoretischen Teil (Landnutzungs- und Potenzialanalyse mit Hilfe von GIS- und statistischen Daten) und einem praktischen Teil (Werkstattgespräche, Etablierung und Monitoring von Modellflächen zur nachhaltigen Biomasseproduktion) zusammen. Aufbauend auf den Ergebnissen umfangreicher regionaler Analysen, die durch Akteursgespräche und Workshops innerhalb der VGs lokalen Praxisbezug erhalten, werden dann individuelle Konzepte zur Erreichung der Null-Emissionsziele erarbeitet (Abbildung 2).

Abbildung 2: Arbeitsplan des Teilprojektes 6 (Kulturlandschaftsmanagement)

Eine konkrete praxisbasierte Umsetzung erfolgt durch Next-Practice-Projekte (Abbildung 2, dort AP 2) z.B. zu

  • Kreislaufwirtschaft und Bodenverbesserung durch neue Substrate wie z.B. Pflanzenkohle (Schnittstellen Wasser, Energie, Sekundärrohstoffe & Landbau)
  • Klein-KWK mit Holz / Wärmecontracting durch Landwirte (Schnittstelle Energie)
  • Nutzung von Kompensationsflächen zur Biomasseerzeugung (Schnittstelle Recht und Planung)
  • Landschaftspflege-, Reb- und Obstholz als Energieträger o.ä. (Schnittstelle Energie)
  • Mehrnutzungskonzepte für die Wasserwirtschaft mit angepassten Kulturen (Schnittstelle Wasser)

Aktuell werden Feldversuche zum Einsatz von Pflanzenkohle in den Kulturen Agrarholz, Miscanthus und Apfel an der Lehr- und Versuchsstation Campus Klein-Altendorf (Universität Bonn) aufgebaut (April 2012). Diese Parzellenversuche dienen den in den Verbandsgemeinden entstehenden Praxisversuchen als Rahmen bzw. Wissenspool. Bis zum Herbst 2012 werden in den VGs Rockenhausen und Sprendlingen-Gensingen mit interessierten Landwirtschaftsbetrieben Modellflächen identifiziert, auf denen der Anbau von alternativen Kulturen (wie Agrarholz) bzw. der Einsatz von Pflanzenkohle (z.B. Weinbau) konkretes praktisches Wissen für die Region erschließt.